Pilzbücher von Frank Dunn Kern

 
 
Weihnachten selber verbrachte Karljohan eher im Kreis seiner Pillen als im Kreis seiner Familie.
Auch nach Weihnachten fand er den Mut nicht. Am Silvestermorgen zog Ulrike mit Selina aus.
Sie nahm einen Teil der Möbel und sämtliche persönlichen Sachen mit und sie würde auch nicht zu ihm zurückkehren. Den Januar verbrachte Karljohan in Trance, den ganzen Februar in einer psychosomatischen Klinik. Im März fuhr er wieder für zwei Wochen mit auf den Markt. Ab Mitte März wurde er erneut zum eingeschränkten Lagerdienst verpflichtet, weil er für den Einsatz vor Ort wieder untragbar geworden war.
 Dreimal wöchentlich hatte er nachmittags eine Sitzung beim Psychotherapeuten.
Ende März schien es wieder ein bißchen aufwärts zu gehen.
„Er wird sich schon wieder einkriegen“ beruhigte Werner die besorgte Gundula.
„Aus unerfindlichen Gründen leiden manche Männer eben, wenn ihre Frau ausbüchst.
Ist halt ein hoffnungsloser Softie, dein Sohn.“
Die nächste Folge folgt demnächst.