Pilzbücher von Kurt und Heinrich Lohwag



Der Beginn der Schulpflicht
bedeutete für den Filius den ersten großen und überaus unangenehmen Einschnitt in die bisher erlebte Welt der Zwanglosigkeit. Die unbändige Freiheitsliebe war eine Eigenart, die er praktisch von Geburt an mit seinem Vater teilte. Stillzusitzen in einer Schulbank in einem allseits umschlossenen Raum, das war mehr als gewöhnungsbedürftig für den hoffnungsvollen Sproß, zumal er auch hinsichtlich der Intelligenzausstattung eher nach dem Vater als nach der wesentlich klügeren Mutter geraten war.
Doch der Schulpflicht konnte er nicht entrinnen und nach anfänglichen Schwierigkeiten paßte er sich leidlich an. Sicher waren Vaters anfangs gelegentliche, später häufigere Prügel durchaus geeignet, das im Hinblick auf die schulischen Leistungen lahmende Pferdchen anzutreiben oder die Laufrichtung ein wenig zu korrigieren.
Immerhin durfte Karljohan sicher sein, daß auf die Peitsche das Zuckerbrot folgte.
Wenn letzteres auch überwiegend von der Mutter, und dann in aller Heimlichkeit verabreicht wurde.
Gleich gehts weiter
Tintling 2001