Pilzbücher von Walter Matheis



„Und, hast du eine Idee?“ „Ja, wir brauchen Infos, Infos, Infos. Insider-Informationen.
Morgen ist Dienstag. Wir werden wieder mal dem Markt in Sulzbach einen Besuch abstatten.
Mit allen verfügbaren Leuten. Wenn du deine Mannschaft mitbringst, ist das um so besser und wir können flächendeckend arbeiten. Wir werden alle anwesenden Händler möglichst diskret oder notfalls auch indiskret über die Gepflogenheiten der Firma Häubling befragen. Anschließend werden wir im Büro versuchen, das Puzzle zu einem Bild zu verarbeiten. Dann sehen wir weiter. Eine andere Möglichkeit sehe ich im Moment nicht. Ach ja, du bist ja bestimmt nicht gekommen, weil du hier einen Kaffee trinken wolltest, sondern weil du das gleiche Ziel verfolgst. Und das kann nur sein, daß diejenigen, die für den Rest des Lebens darunter leiden werden, daß sie auf dem Markt giftige Pilze gekauft haben, wenigstens finanziell entschädigt werden.
Siehst du das auch so?“ „Herberger konnte nichts anderes tun als mit dem Kopf zu nicken, hatte dabei aber das dumpfe Gefühl, daß im soeben die Kontrolle entzogen wurde.
Am nächsten Morgen war in beiden Abteilungen eine interne und ausführliche Lagebesprechung, bevor sich insgesamt dreißig Polizeibeamte in Zivil aufmachen würden, um über Werner Häubling Informationen zu sammeln. Sie hatten sich in Zweiergruppen zusammengetan, wobei immer einer von der Kripo mit einem von der Lebensmittelüberwachung ein Paar bildete.
Rambetzky und Herberger behielten sich einen ganz besonderen Stand vor.
Andernorts gehts weiter
Tintling 2003

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