Pilzbücher von Colin Dickinson

 

„Das darf ja nicht wahr sein.
Unseren Senior überfällt kurz vor der Pensionierung der Profilierungsdrang.
Also gut. Legen wir halt los.“ Eine ganze Woche lang schufteten die beiden verbissen, als ginge es um Bürolympisches Gold im Langstreckenarbeiten. „Guck mal Reinhold, ich habe hier eine Aussage von einem Harald Redlbaum, seines Zeichens Fischhändler. Der kann Häubling offenbar überhaupt nicht leiden, weil der mal ein Stück von seinem Platz geklaut hat. Behauptet der jedenfalls. Der sagte aus, daß der unfeine Kollege seine Standgeldquittungen immer wegschmeißt.“
„Merkwürdig. Die braucht er doch für die Buchhaltung und für den Steuerberater. Der will doch sicher seine Kosten geltend machen.“
„Ob wir mal überprüfen sollten, ob der noch mehr Belege auf diese Weise entsorgt?“ „Versuchen wir ja die ganze Zeit.“ „Hast du eine Ahnung, ob die Anwesenheit der Händler auf den Märkten überhaupt irgendwo erfaßt ist?“
„Ja klar, bei den Gemeinden. Oder etwa nicht?
Die Marktmeister kassieren das Standgeld und die Händler kriegen darüber eine Quittung.
Ein Duplikat der Belege verbleibt bei den jeweiligen Gemeindeverwaltungen.“
Bald gehts weiter . Nach Hause zum Tintling