Pilzbücher von David L. Hawksworth



Sie atmete noch ein ganz kleines bißchen vom Flair glücklicher Zeiten.
Zu sehen war davon allerdings nichts. Chaos herrschte allüberall und es gab ihr einen herben Stich zu sehen, wie sich die Wohnung seit ihrem Auszug verändert hatte. Karljohan hatte hier eher vegetiert als gewohnt;
auch das ein Zeichen dafür, daß außer seiner Seelenpein und seinen Depressionen nichts mehr Raum hatte in den letzten Monaten seines jungen Lebens.
Möbelstücke, die sie selbst bereits als ihr persönliches Eigentum mitgenommen hatte, hatten häßliche Lücken hinterlassen, die auch nicht mehr aufgefüllt worden waren. Der Inhalt dieser Möbel lag noch immer an der Stelle, wo sie ihn vor einem halben Jahr hingelegt hatte und sie mußte daran denken, daß sich bestimmt schon irgendwelche Lebewesen der unerwarteten Heimstätten bemächtigt haben könnten.
Aufgewühlt und andächtig gleichermaßen räumte sie drei Fotoalben in einen mitgebrachten Karton und sie mußte an sich halten, um sie nicht an Ort und Stelle durchzublättern.
Der Mitarbeiter des Bestattungsinstitutes wachte mit einer spürbaren Ungeduld darüber,
daß sie nichts mitnahm, was irgendeinen monetären Wert haben könnte.
Die entsprechende Anweisung hatte er von seinem Auftraggeber, Werner Häubling erhalten.
Ulrike hatte ohnehin kein Interesse daran.
Wird fortgesetzt 


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