Pilzbücher von Garry T. Cole



Eine unfreiwillige Champignonzucht.
Von Oberlehrer Kunz, Ludwigshafen.
Ein Gärtner in Oggersheim legte sich einen Garten mit Mistbeeten an, um Gurken zu ziehen. Die Erde hierzu entnahm er einem Komposthaufen in der Nähe der Wohnung, auf dem er schon Champignons gesehen hatte. Unter dem Laubdache der Gurken, die reichlich begossen wurden, entwickelten sich bei der Wärme zahlreiche Egerlinge, die er hier auf dem Markte verkaufte. Die Sporenmaße rückten diesen Champignon Psalliota cretacea nahe, das Aussehen sonst stellte ihn zu Psalliota campestris. Die Hauptunterscheidung Rickens, 1. die farbigen Egerlinge (auch im Anfang nicht reinweiß) und 2. die weißen Egerlinge finde ich nicht glücklich. Meinen Egerling hätte ich bei 1. unterbringen müssen, da auch junge Exemplare schon die dunkel gefaserte Oberhaut hatten, die ihn in dieser Hinsicht Psalliota silvatica nahe rückten. Die Pilze hatten das richtige Aussehen des Zuchtchampignons, den man auch hier in einem Keller züchtet.

zurück zum Index der Autoren .