Pilzbücher von Helmut Derbsch



 Kleine Anekdote: Helmut Derbsch, Mitverfasser des Atlas der Pilze des Saarlandes, war für seinen feinen Humor bekannt und beliebt. Leider durfte ich ihn nicht allzuoft erleben, denn als ich zu den Pilzen kam, in den Achtzigern des letzten Jahrhunderts, hatte er schon damit begonnen, sich etwas zurückzuziehen. Wir waren auf einer Exkursion um den Netzbachweiher im Saarland; ich selbst war noch eine blutige Anfängerin. Ein Teilnehmer der Exkursion hatte ein Fragment eines Pilzes gefunden, das aus einem tortenstückgroßen Hutteil und dem entsprechenden Stielkeil bestand, der seinerseits in nahezu voller Länge vorhanden war. Die vorhandenen Merkmale des Fragmentes ließen mich spontan an den Gemeinen Weichritterling Melanoleuca polioleuca denken, der damals noch Melanoleuca melaleuca hieß. Vorlaut, wie ich damals noch war, sprudelte ich diese Erkenntnis auch hemmungslos heraus. Helmut Derbsch zeigte das Pilzfragment in der Runde herum und sagte: "Sie hätte es auch erkannt, wenn das Teil nur halb so groß gewesen wäre." zurück zum Tintling