Pilzbücher von Josef Poelt



Schnelle Beförderung von Speisepilzen.
Im vergangenen Jahre sind der Deutschen Reichsbahngesellschaft mehrfach darüber Klagen zugegangen, daß selbst als Expreßgut aufgelieferte frische Speisepilze verspätet die Empfangsstation erreicht haben. Da frische Speisepilze schnell verderben, sind durch die verspätete Ankunft den Empfängern beziehungsweise Versendern beträchtliche Schäden entstanden. Um in diesem Jahre derartige Unzuträglichkeiten von vornherein auszuschließen, hat die Deutsche Reichsbahngesellschaft ihre Dienststellen darauf hingewiesen, daß frische Pilze wegen ihrer leichten Verderblichkeit schnell zu befördern sind. Die Bestimmungsbahnhöfe sind angewiesen, für eine rasche Auslieferung der eingehenden frischen Speisepilze Sorge zu tragen. In diesem Zusammenhange muß noch darauf hingewiesen werden, daß frische Speisepilze ebenso wie frische Beeren, frisches Obst, frisches Gemüse aller Art (auch Zwiebeln, Radieschen, Tomaten, Petersilienwurzeln und Rettiche) zur halben Expreßgutfracht befördert werden, sofern es sich um einheimische Erzeugnisse handelt. Das einzelne Frachtstück darf jedoch nicht mehr als 50 kg wiegen, die Mindestfracht beträgt 40 Pfennig.
Quelle: Nordwestdeutsche Zeitung, Bremerhaven 4. April 1929

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