Pilzbücher von Sui-Wai Chiu



Karljohan kannte Ulrike gut genug um zu wissen, daß dieses Ultimatum keinen weiteren Aufschub mehr zulassen würde. Ganz im Gegensatz zum ersten Mal war er diesmal nicht wütend oder verärgert. Er wußte ja selbst sehr gut, daß sie Recht hatte. In dem Zustand, in dem er sich augenblicklich befand, war er für niemanden ein zumutbarer Partner. Er mußte unbedingt die Kurve kriegen. Er beschloß die neuerliche Frist zu nutzen, um dem ganzen schrecklichen Dilemma ein Ende zu bereiten. Er wußte aber auch jetzt beim besten Willen nicht, wie er es anstellen wollte. Jetzt lebte er mit allen Sinnen den Augenblick. In angeregter Unterhaltung, die sich teilweise um die ursächliche Problematik drehte, teilweise aber auch erfreulichere Themen tangierte, ging der Abend rasch vorbei. Das genußbetonte Ambiente des Lokales und ein exzellenter Rotwein taten ein übriges, um die Stimmung zu heben und die fast vergessene Sinnlichkeit intensiver Hautberührung in Erinnerung zu bringen. Karljohan und Ulrike verbrachten in lange nicht erlebter Übereinstimmung eine erotische Nacht im Mariannenhof und eine weitere, gar noch leidenschaftlichere ebenso.
Fortsetzung folgt . Hinweis für Eilige .  zum Tintling .

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