Pfifferling Cantharellus cibarius

Pfifferling Cantharellus cibarius
 

Pilzbücher von Wladimir Solouchin



Den Löwenanteil bildeten Steinpilze, aber es gab auch andere Röhrlinge, Pfifferlinge und Hallimasch. Sogar eine Kiste Täublinge war zu entdecken. Fähner beobachtete aus seinen kleinen listigen Schweinsäuglein, daß sich Karljohan Häubling´s begehrlicher Blick von von den Täublingen ab- und den Pfifferlingen zuwandte. Täublinge sind ohnehin immer problematisch. Zum einen sind sie in den Augen der Kunden nicht sehr populär, weil ihnen die bunten Farben suspekt erscheinen, zum anderen erforderte es eine große Kennerschaft des Sammelnden, überhaupt die essbaren zur Sammelstelle bringen und keine ungenießbaren dabei zu haben. Abgesehen davon konnte man ja nicht jeden einzelnen Fruchtkörper roh probieren, wie es für die Bestimmung von Täublingen eigentlich unerläßlich wäre. Fähner grinste innerlich über die Tatsache, daß ungeachtet dieser Problematik noch immer eine Reihe von Täublingen auf der antiquierten Liste der gesetzlich zum Verkauf zugelassenen Speisepilzliste standen. Mehr noch: es waren sogar einige darunter, die schon längst auf der Roten Liste und unter Naturschutz standen.
Solange diese Gesetze nicht geändert wurden, solange konnten ihm und seinen Helfern auch die Naturschutzverordnungen nichts anhaben. Damit wendete er sich wieder seinem Auto zu und ließ einen reichlich ratlosen Karljohan zurück, der den Rest der Tagesaufgaben nahezu mechanisch bewältigte.
Fortsetzung folgt -an anderer Stelle. Hier ein Hinweis für Eilige.
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