Gold-Mistpilz Bolbitius titubans

Gold-Mistpilz Bolbitius titubans

Literatur zur Gattung Bolbitius



Die Autoren dieser Bücher sind John Stevenson und Edward Albert White.
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Im Online-Pilzbuch bisher betrachtete Arten:
Bolbitius coprophilus . Rosa Mistpilz, Breitsporiger Mistpilz
Bolbitius titubans . Gold-Mistpilz
Bolbitius variicolor . Olivgrüner Mistpilz

„Wer verkaufen will, muß lächeln können“
predigte er immer wieder und es war für ihn absolut nicht nachvollziehbar, daß seine eigene Brut nicht einmal für ein paar Stunden am Tag dazu in der Lage war. Entsprechend eisig war die Stimmung. Andererseits konnte er im Moment jede Hand gebrauchen. Es war nämlich „Pflänzchenzeit.“ Da ging es rund auf dem Markt. Knapp zwei Monate lang beherrschten die Gartenbesitzer das Marktgeschehen. Im April und im Mai waren sie außer Rand und Band. Sie kauften kleine Lauch- Kohlrabi- Salat- und Rotkrautsetzlinge und alles, was im Laufe des Gartenjahres zu eßbarem und zierendem Grünzeug heranzuwachsen versprach. Werner Häubling hätte in dieser Zeit am liebsten die drei Händler, die im Rücken seines Standes in der nächsten Reihe aufbauten, nach Hause geschickt und diese Seite auch noch belegt. Jedenfalls verhielt er sich so. Er war unerträglich. Grenzenlos hungrig und grenzenlos herrschsüchtig. Seine „tout de suite´s“ und seine „hopp hopp hopp´s“ hatten ihre höchste Erscheinungsfrequenz in diesen beiden Monaten und seine Personalfluktuation war unermeßlich. Für die „hopp hopp hopp“-geplagten Verkäuferinnen war die Arbeit trotz der frühlingshaften Witterung unangenehm und stressig. Man machte sich die Finger schmutzig, wenn man die feinen Wurzeln der Jungpflanzen möglichst ohne sie zu verletzen trennen mußte und sie für die Kunden abgezählt mit ein wenig Erde in Zeitungspapier einwickelte. Man mußte schnell und trotzdem vorsichtig arbeiten und mittags hatte man Hände wie ein Bergarbeiter. Zudem konnte man sicher sein, daß es dem Werner niemals schnell genug ging.

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