Pilzbücher von Gordon T. Brown



„Deinem Ex geht es im Moment offensichtlich nicht so gut wie dir.“
„Dann ist es jetzt eben umgekehrt wie in den letzten dreißig Jahren.“ Sie stellte das ungerührt und mitleidlos, aber auch ohne Verbitterung fest. „Dein Mann hat sich sehr verändert. Und sein Marktgeschäft erst! Der hat am Dienstag in Sulzbach sechs Meter gebaut und hat allein bedient. Unfaßbar. Außerdem fährt er ein uraltes Auto. Vor ein paar Tagen hat er mich angerufen. Er will das Haus in Frankreich loswerden.“ „Was wollte er auch allein damit anfangen? Das ist ein Riesenbau mit vierhundert Quadratmetern Wohnfläche. Unnütz und teuer. Außerdem hat er ja auch keine billige Putzfrau mehr.“ „Es wird in der Tat extrem schwierig sein einen Käufer dafür zu finden. Die gut Betuchten sind so dicht nicht gesät und wenn einer tatsächlich so einen Haufen Geld erübrigen kann, dann will er entweder nicht in diese gottverlassene Gegend ziehen oder er baut sich etwas nach seinen eigenen Wünschen. Er wird mit dem Preis ganz schön runtergehen müssen.“ Daß der Bau für Häubling überhaupt nicht zu veräußern war, wußten weder Gundula noch Gilbert. Auch nicht, daß dem Ekel kaum mehr als der Sozialhilfesatz ein Einkünften übriggeblieben war. „Was gibt es sonst in der Heimat?“ „Gerüchte.“

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