Pilzbücher von John Dighton

   

„Überall ist das aber nicht so“ wandte Rambetzky ein.

Ich kann nämlich mit einer Gemeinde aufwarten, die einen Marktmeister kürzlich seines Amtes enthoben hat. Der hat von einigen Händlern einen Fünfer oder einen Zehner kassiert und seinem Dienstherrn überhaupt keine Quittungsduplikate oder Abrechnungen abgeliefert. Weil das namenlose Abreiß-Quittungen, so eine Art Kinokarten auf Rollen waren, konnte ihm die Gemeinde das auch nicht nachweisen. Die hatten nur bei einer begründeten Sonderkontrolle festgestellt, daß auf dem Marktplatz vierhundert Meter Stände waren, aber nur zweihundert Meter abgerechnet wurden. Vom Rest hat sich der Bösewicht im Laufe von ein paar Jahren ein Wochenendhaus gebaut. Irgendwann flog der Schwindel auf, weil er es übertrieben hat mit der Mogelei.“
„Gelegenheit macht Diebe. Schließlich sind nicht alle Staatsdiener so lauter wie wir“ meinte Herberger mit einem verstohlenen Blick auf die Uhr. Rambetzky ließ sich nicht anmerken, ob er den Blick registriert hatte.
Er war nicht mehr zu bremsen. „Der neue Marktmeister ist aber auch nicht besser. Kommt um zehn Uhr statt um sieben, kassiert korrupterweise fette Trinkgelder für die Sonderzuteilung der raren Standplätze und geht wieder. Kümmert sich nicht die Bohne um die Arbeit, für die er von der Gemeinde angestellt ist.“
„Derartige Praktiken geben für uns aber nichts her.“
„Dann müssen wir es andersherum versuchen.“
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