Pilzbücher von Michael Jordan

 

Mittlerweile war die Kriminalpolizei eingetroffen

und nahm sich der Anwesenden an. Herberger hatte hier nichts weiter verloren und würde noch früh genug erfahren, was die Angestellten zu sagen hätten. Erforderlichenfalls würde er einhaken können. Ihm war es jetzt viel wichtiger, mit Hilfe von Morgner die ursprüngliche Quelle der Giftpilze ausfindig zu machen. Daß diese nicht bei Morgner lag, vermuteten die beiden Beamten durchaus, aber sie dachten nicht im Traum daran, ihn das wissen zu lassen. Im Gegenteil: ein weichgeklopfter Morgner würde sich viel besser erinnern.
Daher wurde im Dienstfahrzeug demonstrativ die Türsicherung aktiviert und die Fahrt ins Büro verlief schweigend und streng. Sollte der sich ruhig mal wie ein Schwerverbrecher vorkommen. Wenn er einer war, dann war Mitleid und Leutseligkeit ohnehin nicht angebracht, wenn nicht, dann würde für die angenehmen Seiten des Lebens noch genügend Zeit sein. Gegen Ende des späten Nachmittags war er wahrhaftig fix und fertig. Er konnte sich beim besten Willen nicht daran entsinnen, wem er wann welches Steak oder welches Filet mit welchen Pilzen serviert hatte. Auch der Hinweis, daß er sich mit exakten Angaben möglicherweise selber entlasten könnte, half seinem Gedächtnis nicht nennenswert auf die Sprünge.
Nur ein einziger, aber immens wichtiger Aspekt ergab sich, als sie gemeinsam die kopierten Rechnungen durchgingen:
An die teuren „Baby-Pfifferlinge“ aus dem Gemüseladen konnte er sich sehr gut erinnern.
Das nächste Häppchen der Tödlichen Pilze wartet schon anderer Stelle. nach Hause zum Tintling .