Pilzbücher von Nico Dam



„Der Fahrtenschreiber.“ „Ja natürlich, der kommt auch noch dran.
Aber viel wichtiger erscheint mir im Moment sein Umsatzbuch. Sein Journal, oder was er auch immer benutzt, um die Tageseinnahmen zu dokumentieren. Das kriegt am Ende des Monats oder des Jahres sein Steuerberater und daraus errechnen sich seine Gewinne und die Steuern, die er zu zahlen hat.“
„Darüber kann ja wohl nur eine Betriebsprüfung Aufschluß geben.“ „Genau.“
„Dann wirst du wohl als nächstes einem hochrangigen Finanzbeamten einen detaillierten Tip geben.“
Herberger hatte es auf den Punkt gebracht und erntete einen wohlwollend-lobenden Blick mit einer kleinen Prise Spott. „Na, dann sind wir uns ja einig. Fassen wir also zusammen, was wir den hochrangigen Beamten alles wissen lassen.“ Jetzt war Rambetzky´s Sarkasmus unverkennbar. So schien es Herberger zumindest.
Er würde aber weiterhin gute Miene zum Spiel machen, denn er selbst hatte ja die umfangreiche Feierabend-Untersuchung angezettelt und war ausgesprochen froh über Rambetzky´s ehrenamtliche Mitarbeit.
„Ich werde also, sofern du einverstanden bist, bei meinem hochrangigen (er betonte das Wort in ungebührlich provoziererender Weise) Freund vom Finanzamt folgendes zu erreichen versuchen: Eine kurzfristige Betriebsprüfung mit besonderer Gewichtung auf die Feststellung, auf welchem Markt und an welchem Tag genau welche Umsätze getätigt wurden. Anschließend wird sich feststellen lassen, ob und wo die Angaben von Werner Häubling von den verschiedenartigen Zeugenangaben abweichen. Die Art der eingekauften und verkauften Waren und die Fahrtenschreiber der beiden LKW würden vielleicht die Feindaten liefern.
Könnte dieser Vorschlag dein Wohlgefallen erwecken, lieber Kollege Reinhold?“
„Du bist ein großmäuliger Widerling, lieber Günter. Aber rein dienstlich betrachtet könnte das schon ein Schritt in die richtige Richtung sein.“
„Deine hohe Meinung freut mich aber.“
Der Krimi wird andernorts fortgesetzt. nach Hause zum Tintling .

zurück zum Index der Autoren .