Pilzbücher von Nils Fries

Nils Fries wurde am 17. Juli 1912 in Uppsala geboren. Er war Professor der Botanik an der Universität Uppsala. Seine Schwerpunkte waren Physiologie und Anatomie. Insbesondere beschäftigte er sich mit der Reproduktion von Pilzen, wie die Literaturauswahl erkennen lässt. Ein Autorenkürzel ist nicht bekannt, denn er hat keine neuen Pilzarten beschrieben. Nils Fries starb im Jahr 1994.


 
Allein die Liste der vermarktungsfähigen Pilzarten ist dringend aktualisierungsbedürftig.

Die einzige Handhabe hätten er und seine Kollegen zur Zeit, wenn sie an einem Stand oder in einem Geschäft „verdächtige“ Waren entdecken würden. Diese könnten dann sichergestellt und untersucht werden. Wobei man sich in diesen Fällen paradoxerweise der Mithilfe der gleichen Pilzsachverständigen bediente, denen man ansonsten mit der größten Selbstverständlichkeit die öffentliche Anerkennung verweigert. Herberger lachte bitter. Hinterher werden die Fachleute engagiert. Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Im vorliegenden, außerordentlich folgenschweren Fall halfen die Bemühungen der beiden geprüften Sachverständigen nicht mehr. Denn erstens waren die Pilze ja schon abgesetzt, bevor überhaupt eine Amtsperson ihre Präsenz hätte feststellen können und zweitens gingen auch an diesem Tag etliche Märkte quer durch die Republik zu Ende, ohne daß sich auch nur ein einziger Lebensmittelinspektor hätte blicken lassen.
Die durchschnittliche Anzahl der Kontrollen auf den Wochenmärkten hierzulande ist entschieden zu gering, was zu ganz anderen Mißständen geführt hat. Doch darüber würde man sich später Gedanken machen. Erschwerend kommt hinzu, daß er - würde er selbst Außendienst verrichtet haben - die Giftpilze kaum als solche erkannt haben würde.
Die faktisch belegbare Normalität also in Bezug auf die Pilze: 99,99 Prozent aller wildwachsenden und gewerblich veräußerten Pilze werden niemals auf ihre Genießbarkeit hin überprüft.
Was im ebenso paradoxen wie konsequenten Schluß bedeuten würde, daß ein Kunde Wildpilze wirklich nur dann kaufen sollte, wenn er sie selbst sicher erkennt.
Später geht es an anderer Stelle weiter


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