Pilzbücher von Paul F. Cannon



Irgendwoher kannte er ihn.

Er zermarterte sich das Hirn, wo er diesen ausgemergelten Menschen schon einmal gesehen haben könnte.
Er kam nicht drauf. Nicht beim Anblick der trüb graubraunen Augen, die tief in den Höhlen des graublassen Gesichtes lagen und die den Händler erwartungsvoll musterten. Nicht bei dem glanzlosen, schütteren, schlohweißen Haar und nicht beim Anblick des Gehstocks, ohne den sich der fremde Bekannte offenbar nicht fortbewegen konnte. Kraftlos wirkte er, krank und zerbrechlich. So, als wäre er dem Tod näher als dem Leben.
Häubling kannte ihn und erkannte ihn doch nicht.
„Bonjour Monsieur. Ça va?“
Schlagartig fiel es ihm ein. „Sournois, altes Haus. Wir haben uns ja seit Ewigkeiten nicht gesehen!“ Häubling ließ sogar spontane Wiedersehensfreude erkennen. Er hatte keinen einzigen Gedanken an die Pilze vom letzten Jahr, zu überraschend war der Besucher vor ihn getreten, zu erschreckend das kranke Aussehen des uralt erscheinenden gebeugten Mannes. Er sah ihn an und ihm fiel auf, daß der alte Mann höchstens die Hälfte an Gewicht auf die Waage brachte wie er selbst. „Bist dünn geworden, Claude! Aus mir könnte man ja von deiner Sorte zwei machen und noch ein Stück wegschmeißen! Wie geht´s dir denn so?“
„Ça va, es geht so, man schleppt sich durch.“ Sournois` Stimme war so brüchig wie sein Äußeres.
„Was verschlägt denn dich in diese Gegend?“
Fortsetzung folgt - an anderer Stelle. Hier ein Hinweis für Eilige.

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