Trüffelsalz

   

Trüffelsalz gibt Pasta mit Pilzsauce, aber auch vielen anderen Gerichten den besonderen Pfiff.

Die meisten handelsüblichen Sorten bestehen aus Fleur de Sel,
das mit 1% gefriergetrockneten Sommertrüffeln (Tuber aestivum) gemischt ist.


Er bekam wie durch einen dicken, undurchdringlichen Nebel mit,

daß Ulrike alle Vorbereitungen traf, um ihn zu verlassen. Am 30. November war es soweit.
Es war ein weiterer Horrortag in Karljohan´s Leben. Als er aus Paris nach Hause kam, war seine Wohnung leer. Keine Selina krabbelte ihm vergnügt krähend auf tapsigen Speckbeinchen entgegen und die ganze Wohnung war überhaupt merkwürdig still. Daß ihm schon in den ganzen letzten Wochen auch keine Ulrike entgegengekommen war, um ihn mit einem zärtlichen Kuß zu begrüßen, war ihm in all seinem Weltschmerz und unter der Wirkung der Medikamente gar nicht weiter aufgefallen.
Jetzt wurde es ihm peinigend und mit eindringlicher Klarheit bewußt. Seine Frau und seine Tochter waren weg.
 Es war niemand mehr im Haus, außer seinen Eltern in der unteren Etage. Sicher, er hatte dem Ultimatum seiner Frau viel zu wenig Bedeutung beigemessen. Sie mußte doch gemerkt haben, daß er nicht aus seiner Haut heraus konnte. In den vergangenen beiden Wochen hatte er sich einigermaßen sicher gefühlt, daß das nur eine gegenstandslose Drohung war, denn Ulrike hatte nicht mehr von der Pilzvergiftung gesprochen.
Karljohan war froh darüber und hoffte, daß endlich Gras über die Sache wachsen würde.
Den Rest besorgten die Medikamente. Und jetzt das. Er hatte das dringende Bedürfnis mit jemandem zu sprechen. Seine Mutter fiel ihm ein, aber der Gedanke an seinen Vater bremste sein Bedürfnis sofort wieder.
 Nach unten würde er nicht gehen. Auf keinen Fall. Wo konnte Ulrike sein? Er rief bei ihren Eltern an.
„Ulrike ist nicht da. Wir wissen leider auch nicht mehr. Wenn sie sich meldet, werden wir dich anrufen.“
Jetzt saßen Karljohan und Ulrike wie ein Häufchen Elend am Küchentisch und durchlitten offenbar ein solches Martyrium, wie es ihre Eltern zum Glück nicht einmal in ihrer wildesten Sturm- und Drangzeit erleben mußten.
 „Ulrike, ich muß mit dir reden.“ „Es gibt nichts mehr zu reden. Du hattest Zeit genug dazu.“
Du hast deine Entscheidung also unwiderruflich getroffen?“
„Nichts im Leben ist unwiderruflich. Aber gegen meine innere Einstellung kann ich mich nur kurzfristig stellen.
 Diese Frist ist abgelaufen.“ „Bitte gib mir noch eine Chance. Ich möchte dich heute abend zum Essen ausführen.“ „Meinetwegen. Ich möchte mir nicht vorwerfen müssen, etwas unversucht gelassen zu haben.
 Einladung also angenommen.“
Zehn Minuten später saßen die beiden im Auto, das Kind wohl versorgt bei den Großeltern wissend.
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Tintling 2007
 
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