Pilzbücher von Hans Laux



Das Pilzkochbuch.
Vom Austernseitling zur Ziegenlippe. Von Helga und Hans E. Laux.
128 Seiten, durchgehend farbig, Laminierter Pappband, 173 x 245 mm, 540 g, DM 29.90, sFr 27.50, öS 218.-

Gefüllte Eier mit Fichtenzapfen-Nagelschwamm, Lachs-Soße mit Butterrüblingen zu Grünen Nudeln und Frühlingssalat mit Morchelbecherlingen sind einige der 65 verlockenden Rezepte, die ich bei nächster Gelegenheit ausprobieren werde.
Sie gefallen mir nicht nur wegen der ungewöhnlichen Zutatenkombinationen, sondern mehr noch wegen der Tatsache, daß den „alternativen Speisepilzen“ und den Zuchtpilzen ein besonderer Stellenwert eingeräumt wurde. Ob indes die Ockertäublings-Frikadellen munden, kann frühestens im nächsten, hoffentlich etwas niederschlagsreicheren Pilzherbst 1998 getestet werden.
Das Pilzbuch beginnt mit einem allgemeinen Einführungsteil, der sich in 10 Beträgen mit Nährwert, Küche, Wald und Umwelt befaßt. Anschließend werden auf je einer Doppelseite die einzelnen Pilzarten und ein oder zwei Rezepte dazu vorgestellt. Die Rubrik „Verwechslungsmöglichkeiten“ ist sehr spartanisch geraten und wird dazu trotz ausreichenden Platzes ohne Vergleichsfotos abgehandelt, so daß das Buch entgegen der Aussage des Verlages keinesfalls zur Artbestimmung herangezogen werden sollte. Daß einige bedrohte Arten zum Verspeisen aufgeführt sind, stört mich nicht so sehr, denn man kann in puncto Pilzschutz durchaus geteilter Meinung sein... Die Diskussionen im Tintling sprechen Bände. Abgesehen davon mundet auch mir eine Wildpastete mit einigen wenigen Grünlingen besser als Schweineleber mit Hallimasch. Urteil: Trotz der kleinen Einschränkungen wirklich empfehlenswert.
K. Montag



Außerpilzliche Literatur von Hans Laux:

 

Mandeltäublinge