Pilzbücher von Hans Otto Schwantes

Rezension des Buches Biologie der Pilze



Die Finanzbehörden hatten Mitte August
ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung gegen ihn eingeleitet.


Gleichzeitig hatten auch sie das Prozedere der Vermögenssicherung durchgeführt.
Sie kamen allerdings etwas zu spät, denn Feuersturm war ihnen um ein paar Tage voraus. Es bliebe abzuwarten, wessen Forderungen in welcher Höhe und in welcher Rangfolge zu berücksichtigen sein würden. Faktisch hatten die Finanzbehörden sicher die Hand am längeren Hebel, wenn es darum ging, das Haus in Frankreich anzuziehen. Fakt war aber auch, daß die berechtigten Forderungen der unterschiedlichen Gläubiger, Institutionen und Einzelpersonen seine gesamten Vermögenswerte schon jetzt weit überschritten.
Häubling erkannte diesen Umstand mit erschreckender Klarheit. Jetzt galt es zu retten, was zu retten war.
 Nacheinander rief er zehn der bedeutendsten und finanziell potentesten Kunstsammler an und offerierte eine diskrete Veräußerung seiner Gemäldesammlung. Verhandlungsbasis vier Millionen. Ein realistischer Preis.

Mit einem der Sammler vereinbarte er einen Besichtigungstermin für Sonntag, den 29. August.
Häubling hatte Schampus kaltgestellt und ein kleines, aber feines Buffet beim besten Traîteur des Umkreises geordert. „Mit Speck fängt man Mäuse“ erklärte er dem verständnislos dreinblickenden Lieferanten der Feinkostfirma in radebrechendem französisch. Der Grundsatz hatte sich in Häubling´s Leben schon oft bewährt.
Die nächste Folge folgt. 

B. Gina Wolters und Birgit Stobbe: Pilze - Das Praxisbuch