Pilzbücher von José Agüeras



Sie müssen sich das Gastgewerbe als etwas vorstellen,


in dem nicht das Essen, sondern in erster Linie die Dienstleistung bezahlt wird.
Mit einem Kilo Pfifferlingen, um nur bei dem unseligen Beispiel zu bleiben, könnte ich zehn bis fünfzehn Filetsteaks oder andere Gerichte mit Pfifferlingen zubereiten, was bei dem täglichen Aufkommen von dreißig bis sechzig Essen eine gewaltige Anzahl wäre. Im übertragenen Sinn heißt das, daß ich mit einer Kiste Obst und Gemüse pro Tag spielend auskomme. Und die kriege ich genauso, wie ich sie brauche, in dem besagten Laden. Selbst auf die Gefahr hin, daß das ein paar Mark fünfzig teurer ist als im Großmarkt.
Der edle Gemüse-Shop bietet nämlich wirklich eine erstklassige Qualität,
besonders montags ab dem späten Nachmittag und dienstags, wenn die Ware direkt und frisch aus Frankreich angekommen ist. Und wenn es hier in diesem Ort einen leistungsfähigen Wochenmarkt gäbe,
dann bräuchte ich überhaupt nicht mehr zum Großmarkt zu fahren.“
„Also, wo auch immer die Ursache für die Massenvergiftung liegen mag, bei dem bestimmt nicht“
ließ sich Holger Christoffel vernehmen, als sie das Restaurant verlassen hatten.
„Ich habe im Büro während das Kopierens die Rechnungen schon mal eingesehen.
Da gibt es offenbar überhaupt keine Geheimnisse, auch in den übrigen Räumen nicht, es stand nämlich alles offen. Glasklare Verhältnisse. Während ich da oben zugange war, hat mich die Köchin sogar alleingelassen.
Sie mußte wieder in die Küche, weil, wie sie sagte, ihre Kollegin krank geworden sei und sie daher ziemlich viel zu tun habe. Ich habe mich in der Zeit natürlich ein bißchen umgesehen.
Nichts, was auf irgendwelche unlauteren Machenschaften hindeutet. Willst du wissen, was ich meine?
Der ist selber ein Opfer.“
„Das könnten die Gerichte aber ganz anders sehen.
Es geht bald weiter, andernorts
Ist die Nebelkappe, Clitocybe nebularis ein Speisepilz?