Pilzbücher von  Vladimír Antonín 



„Also, sind wir ja mal einer Meinung“ resümierte Rambetzky.

„Sieht so aus.“ Herberger´s Antwort kam eher widerwillig.
„Aber ich kann dir flüstern“ nahm Rambetzky den Faden wieder auf, „daß dem trotzdem nicht so einfach beizukommen sein wird. Ich prophezeihe dir jetzt mal was: der Krämer hat für alles, was der vertreibt, eine Rechnung und auf keiner davon stehen Giftpilze drauf, höchstens Pfifferlinge.
Ob der mehr oder anderes losschlägt, als auf seinen Rechnungen draufsteht, können wir ihm nur schwer oder gar nicht nachweisen, jedenfalls nicht so, daß es vor Gericht Bestand haben wird. Sollten wir wirklich wider Erwarten einen Beleg vorfinden, den es sich zu überprüfen lohnen würde, dann ist das nur dann erfolgversprechend, wenn die Ware aus dem Inland kommt. Soweit ich weiß, wird aber zumindest in unserer Gegend ein großer Teil der Ware aus Frankreich importiert und ich kann aus eigener Erfahrung feststellen, daß sich die Gallier ziemlich schwertun mit grenzüberschreitender Bürokratie. Wirst mal sehen. Außerdem hat der Morgner ausgesagt, daß er die Pilze gekauft hat, nachdem der LKW aus Paris abgeladen war.“
Genau solche Dinge hatte sich Herberger unterbewußt auch schon gedacht, aber das integre Beamtenherz hortete andersartige Hoffnungen. Deshalb ging er ja frei- oder widerwillig zu dem frankophilen Schlaukopf.
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