Pilzbücher von Wilhelm Hunte

 
 
Wilhelm Hunte, siehe auch Klaus Grabbe; die beiden waren oft ein Autoren-Team

„Leider hat Ihr Sohn offenbar kein Testament gemacht“ replizierte Erich Burmeister.
„Er könnte weiterleben, indem er Leben spendet.“
Der Doktor redete wie ein Vertreter. Er schilderte mit Engelszungen den verzweifelten Eltern die Situation von Erblindeten, die mit der Hornhaut von Tobias wieder sehen könnten. Er wurde nicht müde, von den segensreichen Spenden von Knochen, Organen und Geweben zu erzählen, die einem anderen Menschen das Überleben ermöglichen oder seine Lebensqualität wieder herstellen könnten. Frau Gabriel blieb bei ihrem Nein.

Sie wollte ihren Sohn, wenn sie sich schon mit seinem Tod würde abfinden müssen, nicht als ausgeweidetes Ersatzteillager betrauern müssen. Mit diesen Worten verließen die beiden Dr. Burmeister“s Büro, wobei Herr Gabriel noch einen bedauernden Blick in Richtung des enttäuschten Doktors schickte.
Dr. Burmeister widmete sich resigniert seinen Aufzeichnungen. Schade.

nach Hause zum Tintling .