Literatur über Trüffeln in englischer Sprache 

Teil 4 - Truffles 

Autoren der Trüffelbücher dieser  Seite sind: Ken Hom & Pierre-Jean Pebeyre, Ian R. Hall, Matt Trappe, Patricia Wells, N. M. Kelby, D. N. Pegler, Marion Dean, Mr Michael Hyson, Christian Etienne, Alex Dingwall-Main, Emily Lloyd,  Gareth Renowden




„Da kennst du den aber schlecht.

Erinnerst du dich denn nicht mehr, wie er an seinem letzten Geburtstag zu vorgerückter Stunde im trauten Kreis verkündet hat, daß er in diesem Jahr die zehnte Million vollmachen will. Der hat doch längst den Überblick darüber verloren, was ein Mensch zum Leben braucht. Das Scheffeln ist bei dem eine Sucht geworden, der sich alles andere und alle anderen unterzuordnen haben. Der ist so unbändig stolz darauf, daß er aus dem Stand heraus stinkreich geworden ist. Er würde es nicht ertragen, wenn ihm das ganz oder teilweise weggenommen werden würde. Von der Substanz zu leben - undenkbar für einen Menschen wie ihn. Außerdem sieht er die Gefahr, daß man ihm viele und umfangreiche Schwarzgeschäfte nachweisen würde. Dann wäre es eben nicht mehr getan mit „einer kleinen Geldstrafe“, denn das würde ganz schön teuer werden für ihn. Und ich hänge voll mit drin.“
„Ja, das sieht wohl so aus und ich habe im Moment auch keine Idee, wie man in diesem Fall eine kostenlose und schnelle Lösung finden könnte. In normalen Zeiten würde ich vorschlagen, daß du dich schrittweise abnabelst und daß du deinen eigenen geschäftlichen Weg gehst. Du bist anders als dein Vater, du könntest diese Art der Geschäftspolitik überhaupt nicht durchhalten. Aber die Situation ist ja wohl nicht normal und mir ist es nicht verborgen geblieben, daß du seit Tagen nicht geschlafen hast. Die andere Frage stellt sich zu der Aussage meines rabiaten Schwiegervaters, daß du dich der Behinderung der Ermittlungen schuldig gemacht hast. Das glaube ich nicht. Angenommen, du würdest heute noch zur Polizei gehen und in Form einer Selbstanzeige erzählen, was du weißt, dann würde dir sicher niemand einen Strick drehen.“
„Wahrscheinlich hast du Recht. Aber es würde in letzter Konsequenz den Bruch mit der Familie bedeuten, mit allen erdenklichen Folgen. Auch für meine Mutter und für dich und Selina.“
„Mach dir um mich mal keine Sorgen. Ich könnte besser leben mit einem armen Ehemann, der mit sich selbst im Reinen ist, als mit einem reichen Verbrecher.“
„Jetzt gehst du zu weit.“
„Ich gehe zu weit? Schau dich doch mal im Spiegel an. Du hast schwarze Ränder um die Augen.
Du selbst hast doch gesagt, daß du die ganze Situation nicht ertragen kannst.“
„Den Bruch mit meiner Familie auch nicht.“

Fortsetzung der Tödlichen Pilze folgt; hier ein Hinweis für Ungeduldige



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