Sommer-Trüffel Tuber aestivum

Sommer-Trüffel Tuber aestivum

Französische Trüffelbücher

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Das Arbeitspensum war einfach nicht zu schaffen.
Und jetzt machte sogar der Chef den Vorschlag einen einzigen Stand dauerhaft zu überwachen. Wie sollte das denn funktionieren? Rambetzky fühlte sich wohl in der Rolle des unerkannten Beraters.
„Ließe die Personalsituation in deiner Abteilung das denn zu?“
„Nein. Aber ich bitte um Vorschläge, wie wir das dennoch bewerkstelligen könnten. Es geht darum, daß wir auf allen vier Wochenmärkten der Firma Häubling zumindest zur Hauptgeschäftszeit an seinem Stand präsent sind und ihn immer wieder mit der gleichen Frage nach den Giftpilzen löchern. Vielleicht wird er mürbe oder möglicherweise wird sogar sein Sohn oder eines seiner Vögelchen zwitschern. Das Ziel ist jedenfalls ein Geständnis, weil alles andere im Moment nicht erfolgversprechend erscheint.“ Um sechzehn Uhr des gleichen Nachmittags wurde - neben organisatorischen Einzelheiten - folgendes vereinbart: Bis zum Ende des Jahres würden an jedem Markttag von neun bis zwölf Uhr (Fahrtzeit eingeschlossen) eine zweiköpfige Delegation an Häublings Stand auftauchen und fragen, recherchieren, kontrollieren, konfiszieren, offen mutmaßen, anwesend sein. Aus jeder Abteilung würde jeweils eine andere Person abgezogen, so daß die Menge der dadurch liegenbleibenden Arbeit überschaubar sein würde. An Tagen, die infolge ungünstiger Witterungsverhältnisse, wie sie im Spätherbst und im Winter häufig zu erwarten sein würden, nur eine eingeschränkte Aktivität erwarten ließen, fielen die Kontrollen aus.
Fortsetzung folgt

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