Robuster Ackerling Agrocybe putaminum

Robuster Ackerling Agrocybe putaminum Foto: Fredi Kasparek

Literatur und anderes zur Gattung Agrocybe





Autoren der Bücher dieser Seite sind Werner Einar Schmidt, Paul Stamets, Wancy Ganst,
Ewald Gerhardt, Philip G. Miles, Li Yin Liang, Peter C. Cheung und A.K. Haghi.
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Hier bisher behandelte Arten:
Agrocybe cylindracea . Südlicher Ackerling
Agrocybe praecox . Voreilender Ackerling
Agrocybe putaminum . Falber Ackerling, Robuster Ackerling

als ausführliche Porträts mit Mikromerkmalen:
Kurzstieliger Ackerling . Agrocybe vervacti
Leberbrauner Ackerling . Agrocybe erebia .

„Und Sie, Zeugin Gantermann, sind Sie sicher die Pilze an exakt diesem Stand gekauft zu haben?“
Zwanzigmal paukte Winkelmann die gleiche Frage den gestreßten Käufern ein. „Ziemlich sicher, aber die Stände sehen ja alle so gleich aus.“ „Nur ziemlich sicher? Das ist aber etwas dürftig. Nach endlos hämmernden, löchernden, zermürbenden Fragen an die Opfer setzte Dr. Winkelmann am neunten Verhandlungstag zu einem brillanten Schlußplädoyer an: „Hohes Gericht, ich stelle fest, daß sich keiner der Geschädigten erinnern kann, wo genau er die Pilze erworben hat. Es kann überall gewesen sein, bei meinem Mandanten ebenso wie bei einem der anderen Händler auf dem Sulzbacher Wochenmarkt oder irgendwo sonst.

Bei allem Mitleid mit den bedauernswerten Opfern der fatalen Pilzvergiftung ist festzustellen, daß eine Schuld meines Mandanten in keiner Weise belegt, ja nicht einmal mit stichhaltiger Begründung vermutet werden kann.“ Winkelmann war sich seiner Sache ganz sicher. Seine Strategie der Verunsicherung hatte ihm wieder einmal auf glänzende Weise zum Erfolg verholfen. Geradezu wie eine kläglich mißratene Laiendarstellung wirkten dagegen die Ausführungen von Herberger und Rambetzky, die Argumente der Anwälte der Nebenkläger sowie das Plädoyer des Staatsanwaltes. Die Richterin - persönlich von der Unschuld des Beklagten keinesfalls überzeugt - konnte gar nicht anders, als gegen Ende des elften Verhandlungstages „im Zweifel zu Gunsten des Angeklagten“ zu entscheiden. Freispruch in allen Fällen aus Mangel an Beweisen.
Fortsetzung folgt andernorts

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