Pilzbücher von Karin Montag



Auf diesen Seiten der nach Autoren geordneten Sammlung von Pilzbüchern finden Sie - zwar vollständig,
aber in verstreuten, ungeordneten Häppchen - den Roman "Tödliche Pilze". Diesen inzwischen vergriffenen Roman können Sie bei Interesse und/oder wenn Sie keine Lust haben, sich die Häppchen nach Manier einer Ostereiersuche zusammenzufriemeln, bei Amazon antiquarisch in Form eines gebundenen Buches erstehen.

Umschlag Tödliche Pilze

Der Erwerb dieses Romanes ist im Saarland bzw. im PLZ-Bereich 66 allerdings verboten.
Dies deshalb, weil ein ehemaliger Berufskollege seinerzeit glaubte, sich in der Person des Hauptdarstellers wiederzuerkennen. Ein Umstand, der mir schon damals völlig unbegreiflich war und jetzt, nach erneuter Durchsicht im Zuge der online-Veröffentlichung mehr denn je IST.
Aber sei es drum, solche Dinge haben ja auch ihre positiven Seiten ;-)
Der ehemalige Kollege klagte jedenfalls und erwirkte innerhalb weniger Verhandlungsminuten
die gerichtliche Vereinbarung, dass der Roman im Saarland auf dem Index der verbotenen Bücher steht.
Für die aktualisierte Online-Version, die naturgemäß auch Saarländer lesen können,
wurden die damals beanstandeten Punkte entsprechend modifiziert.
Falls Sie aus diesen Worten den Schluss ziehen, dass der Roman noch wesentlich authentischer ist,
als das im Disclaimer - als frei erfundene Geschichte mit fiktiven Darstellern - ausgewiesen ist,
wird das meinerseits weder bestätigt noch dementiert werden.
Was mir an der Sache damals besonders wichtig war und der eigentliche Grund war, das Buch zu schreiben,
ist Folgendes, so auf Seite drei des Buches zu lesen. Das ist heute noch genau so aktuell wie 1999:

Vom Bezugspunkt der Gesetzgebung im Lebensmittelrecht aus betrachtet ist der Roman realistisch.
Es gibt zur Zeit nämlich keine Garantie dafür,
daß der Verbraucher in Deutschland nur unbedenkliche Wildpilze erwirbt.
Lesen Sie dazu den Artikel "Speisepilze im Lebensmittelgesetz"

Die Fakten sind:
Es existiert derzeit in Deutschland keine Instanz, die den Verkauf beliebiger Wildpilze wirksam überwacht.
Im Fall einer Vergiftung ist die Haftungsfrage schwierig zu klären.
Konkurrierende Gesetze lassen es oft nicht zu, daß Vergehen überhaupt geahndet werden können.
In den meisten Bundesländern gibt es keine offiziell anerkannten Pilzsachverständigen, die Pilze auf ihre Unbedenklichkeit prüfen.
Die Sicherheit der Verbraucher ist zur Zeit nicht gewährleistet.
Dem Naturschutz wird in keiner Weise Rechnung getragen. Das derzeit gültige Lebensmittelgesetz
enthält 63 Speisepilze, von denen etliche geschützt sind und sogar auf der Roten Liste stehen!

Daher nachfolgend einige Forderungen und Vorschläge, die Geschehnisse, wie sie im Buch in Form einer fiktionalen Handlung beschrieben sind, verhindern können:
1. Bevor ein Wildpilz in den Handel kommt, muß er ein Unbedenklichkeitszertifikat erhalten.
2. Dem Natur- und Artenschutz muß endlich Rechnung getragen werden. Umweltdelikte müssen geahndet werden können.
3. Das Lebensmittelgesetz ist in Bezug auf den Handel mit Wildpilzen dringend erneuerungsbedürftig.
4. Ausgebildete Pilzsachverständige müssen staatliche Anerkennung erfahren und die für den Handel bestimmten Wildpilze auf ökologische und kulinarische Unbedenklichkeit überprüfen.
5. Die Veranstalter der Märkte müssen entschieden verpflichtet werden, ihre Rechte und Pflichten wahrzunehmen und rigoros durchzugreifen.

Was können Sie als Verbraucher tun, um Vergiftungen durch gekaufte Pilze zu verhindern?
Solange die bestehenden Gesetze nicht geändert sind,
sollten sie nur solche Pilze kaufen, die Sie selbst sicher als Speisepilze erkennen.

Zwei Rezensionen zum Roman "Tödliche Pilze", Suche und Inhaltsverzeichnis des  Tintling