Bekanntheitsklasse1

Speisewert
***

Lebensweise .
 . saprobiontisch .

. Größexl bis xxl

Pilzform normal

Hutunterseite
. lamellig .

. Lamellen .
frei

Sporenpulverfarbe:
weiß

Verwandtschaft 
Ständerpilze
. Basidiomycetes .
Blätterpilze
. Agaricales .
Egerlingsverwandte
. Agaricaceae .
Riesenschirmlinge
. Macrolepiota

Der Parasol ist
 Speisepilz des Jahres 2017
im Rahmen des
Europäischen Pilztages

Riesenschirmpilz, Parasol Macrolepiota procera
          
Riesenschirmpilz, Parasol Macrolepiota procera
   essbar  Foto: K. M.

Erscheinungszeit:  Juli bis November
Größe: 10 - 35 cm ø, Höhe bis 30 cm
Vorkommen: Innerhalb und außerhalb von Wäldern.
In offenem Gelände, besonders gerne dort, wo einstmals Bäume standen.
Verbreitung: Weit verbreitet und sehr häufig.
 Merkmale:  Hut anfangs paukenschlegelförmig, später ausgebreitet und gebuckelt, auf  hell graubeigem Grund grob schollig dunkelbraun beschuppt. Lamellen weiß, bauchig.
StieI braun genattert, Basis knollig. Mit derbem, verschiebbarem Ring. Fleisch weiß, nicht rötend. Geschmack angenehm nach Erdnußbutter.
Sporenpulverfarbe: weiß.

Wissenswertes, Verwechslung
Parasol ist spanisch und bedeutet "Sonnenschirm". Tatsächlich hat der Pilz eine gewisse Ähnlichkeit einigen der Schirmen, die an Spaniens Stränden die Urlauber vor Sonnenbrand schützen sollen. Es ist fast müßig, eine detaillierte Beschreibung der imposanten Pilzgestalt zu geben; mit seinem gebuckelten, schuppigen Hut, dem genatterten Stiel und dem beweglichen Ring ist er eine der markantesten Gestalten in der Blätterpilzwelt. Paniert und gebraten ist er eine Delikatesse ohnegleichen. Er wächst in Wäldern und auf Wiesen gleichermaßen. Häufig findet man, oft sogar unmittelbar in seiner Gesellschaft, auch seinen wesentlich kleineren, ansonsten ähnlichen Verwandten, den Sternschuppigen Riesenschirmpilz Macrolepiota konradii. Er ist ebenfalls essbar und gut. Wobei man Riesenschirmlinge stets braten, aber nicht kochen sollte.
Vorsicht ist lediglich geboten bei derben Riesenexemplaren auf oder am Rand von Komposthaufen, mit breiter, gerandeter, sandbedeckter Stielknolle und rötlich anlaufendem Fleisch. Das könnte u. a. der giftige Garten-­Safranschirmpilz Chlorophyllum brunneum

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