Bekanntheitsklasse4

Speisewert
()

  Vorkommen 
auf Magerwiesen

 Lebensweise 
noch ungeklärt,
möglicherweise
 symbiotisch .

 Größexs bis s

 Pilzform  normal

 Unterseite der Hüte
 lamellig 

Lamellen 
herablaufend
. dicklich 

Sporenpulver
weiß

Verwandtschaft:
Ständerpilze
. Basidiomycetes .
Blätterpilze
Agaricales
Wachsblättler
Hygrophoraceae
Samtschnecklinge
Camarophyllopsis

Foto und Webdesign:
Karin Montag
Stinkender Samtschneckling Camarophyllopsis foetens

Stinkender Samtschneckling Camarophyllopsis  foetens 
   
kein Speisepilz              
Synonym: Omphalina abhorrens (Berk. & Broome) Quél., (1886)

Erscheinungszeit:  August - Oktober.
Größe: 0,5 - 2 cm, Höhe bis 4 cm
Vorkommen: An lichten, kurzgrasigen Standorten auf magerem Boden.
Verbreitung: In Deutschland nur von wenigen Fundstellen bekannt.
Merkmale:  Kleiner, düsterer Pilz mit Ellerlings- oder Nabelingshabitus: Hut gewölbt-genabelt, dünnfleischig, etwas zäh-lederig, düster braun, Oberfläche feinsamtig-matt. Lamellen  dick, entfernt, weit herablaufend, schmutzig graubeige. Stiel glatt, dunkelbraun, zäh, dünn, enghohl. Geruch extrem nach Schwefel, Geschmack  nicht probiert.
Sporenpulver: weiß

Wissenswertes, Verwechslung
„Latrin-Vokshat“ - Latrinenschwamm - nennen die Dänen diesen Pilz, der in Deutschland bisher nur von wenigen Fundstellen bekannt ist und der in der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft wird (RL2). In der Tat ist es kaum vorstellbar, welchen Gestank so ein winziger, unscheinbar brauner  Pilz verströmen kann.  Als hätten sich  zehn Schwefelritterlinge (Tricholoma sulphureum) und ebensoviele Stinkende Warzenpilze (Thelephora palmata) eine besondere olfaktorische Gemeinschaftsleistung für ins Guinnes Buch der Rekorde ausgedacht.
Die Samtritterlinge stehen den Saftlingen (Hygrocybe) nahe, unterscheiden sich aber durch eine hymeniforme, also samtige Huthaut, die aus stark keuligen Zellen gebildet wird.

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