Tiger-Ritterling Tricholoma tigrinum

Tiger-Ritterling Tricholoma tigrinum 

Pilzliteratur und anderes zur Gattung Tricholoma





Die Autoren sind Alan E. Bessette, Kris Shanks und Auguste Sartory.
In dem Widget können Sie nach weiteren Titeln zu Tricholoma suchen.

Tricholoma-Arten im online-Pilzbuch:
T. acerbum . Gerippter Ritterling
T. albobrunneum . Weißbrauner Ritterling
T. album . Säureliebender Weißritterling
T. argyraceum . Gilbender Erdritterling
T. atrosquamosum . Gilbender Erdritterling
T. aurantium . Orangeroter Ritterling
T. cingulatum . Beringter Erd-Ritterling
T. equestre . Grünling
T. fracticum . Fastberingter Ritterling
T. fulvum . Gelbblättriger Ritterling
T. imbricatum . Feinschuppiger Ritterling
T. lascivum . Unverschämter Ritterling
T. orirubens . Rötender Erdritterling
T. pardalotum . Tiger-Ritterling
T. populinum . Pappel-Ritterling
T. portentosum . Schwarzfaseriger Ritterling, Rußkopf
T. saponaceum . Seifenritterling
T. sciodes . Schärflicher Ritterling
T. sejunctum . Grüngelber Ritterling
T. stiparophyllum . Weißer Birken-Ritterling
T. sulphureum . Schwefel-Ritterling
T. terreum . Gemeiner Erd-Ritterling
T. tigrinum . Tiger-Ritterling
T. ustale . Brandiger Ritterling
T. vaccinum . Zottiger Ritterling
T. virgatum . Brennender Ritterling

Grauer Erdritterling Tricholoma terreum Grünling Tricholoma equestre

Umschlag von Tintling 28 mit dem Grauen Erdritterling Tricholoma terreum und dem Schwarzschuppigen Ritterling Tricholoma atrosquamosum sowie Tintling Umschlag 29 mit dem Grünling Tricholoma equestre

Um welchen Ritterling es sich bei der nachstehenden Mitteilung wohl gehandelt haben könnte?

Ein Osterpilz.

Von Prof. Dr. Ernst H. L. Krause.
Ungefähr jedes vierte Jahr erscheint in Rostock meist unter Linden noch vor Georgi (1936 am 10. April) ein Pilz, der aussieht, als hätte sich der Nebelgraue durch den Winter gerettet. Zu bestimmen ist er als Agaricus mouceron Flora Danica t. 1672, 2 und als Tricholoma gambosum Ferdinandsen og Winge ekskursionsflora Nr. 269. Er riecht und schmeckt wie ein guter Champignon und ist vermutlich eßbar. Mikroskopische Untersuchung erweist ihn als einen Melaleuken.
Jedenfalls steht Tricholoma humile Bresadola t. 128 ihm nahe, nur ist der auf Nadeln gewachsen, hat braunes Fleisch, weder Geruch noch Geschmack und farblose Sporen (meine haben unter dem Mikroskop gelbe Membran und sind auf Papier gelblich). Merkwürdig, daß Ricken keinen frühen Melaleuken kennt, auch bei Nüesch finde ich meine Form nicht; dagegen gibt Bresadola für das früh erscheinende Tricholoma humile eine Verbreitung über alle Erdteile an. Die Systematik der Melaleuken ist noch nicht geklärt. In meiner Liste von Mecklenburgs Basidiomyceten (Nr. 718) habe ich diesen Osterpilz als Frühform mit grammopodia Konrad et Maublanc 269, arcuatum Ricken t. 96, 1 und anderen Sommerformen unter M. angustifolius zusammengefaßt. Auch von anderen Melaleuken gibt es hier neben dunklen, schlanken Sommerformen blassere untersetzte Frühlingsformen.

Der gleiche Osterpilz?
Von Franz Kallenbach, Darmstadt.
Im Darmstädter Herrngarten, einer alten Parkanlage aus der hessischen Landgrafenzeit, wächst ebenfalls im Frühjahr, ungefähr im April, truppweise ein großer Ritterling. Vielleicht ist es die gleiche Art, die Herr Professor Dr. Krause erwähnt. Auch der Gausachberater, Herr Oberlehrer Eppler in Leverkusen, findet diesen Pilz alljährlich im Frühjahr. Dieser Ritterling erscheint schon anfangs April auf den Rasenflächen des genannten Herrngartens in der Nähe von großen Platanen und anderen Bäumen. Der Pilz hat größte Ähnlichkeit mit der Darstellung von Tricholoma arcuatum bei Ricken Tafel 96, Fig. 1.
Auch die Ähnlichkeit mit Tricholoma grammopodium im Sinne von Konrad muß erwähnt werden. Ebenso käme nach der Beschreibung Tricholoma excissum bei Ricken in Erwägung. Herr Professor Dr. Killermann sprach die Art ohne weiteres für Tricholoma grammopodium Bull. an; vielleicht sei auch an Tricholoma amicum im Sinne von Bresadola zu denken.
Quelle: Zeitschrift für Pilzkunde Heft 4, 1936.

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